Schulen

Schulen

Es gibt auf Mallorca mehrere englischsprachige Schulen und auch eine deutschsprachige Schulen. Die Idee, die Kinder dort hin zu schicken ist zunächst einleuchtend, ich bitte aber, auch daran zu denken:

  1. Die Kosten privater Schulen sind hoch und die Kontrolle über die fachliche Qualität der Lehrerschaft ist weniger strikt als im staatlichen Schulbereich.
  2. Die privaten Schulen befinden sich alle im Großraum Palma. Selbst wenn Sie dort wohnen, werden Sie zum Chauffeur Ihrer Kinder, denn gute Busverbindungen gibt es nur zu den spanischen Schulen.

    Wenn Sie mehr als 20 km von der Schule entfernt sind, vergessen Sie Privatleben oder berufliche Entfaltung, Sie werden täglich zwischen 90 und 120 Minuten, um den Nachwuchs hin und her zu fahren.

  3. Die staatlichen spanischen Schulen befinden sich grundsätzlich in der Nähe Ihrer Wohnung oder sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Ein oft angeführtes Argument, die Kinder nicht in die spanische Schule zu schicken, ist, dann könne man ihnen ja nicht bei den Hausaufgaben helfen.

    Nun ist es ja so, dass die spanische Sprache auch von Erwachsenen erlernbar ist, und außerdem – ich sage das aus eigener Erfahrung – wer heute noch glaubt, mit dem eigenen Schulwissen seinen Kindern bei den Hausaufgaben helfen zu können, der leidet entweder an Selbstüberschätzung oder ihm ist die Wahrnehmung der Wirklichkeit abhanden gekommen.

  4. Die Kinder in eine spanische (kostenlose) Schule nützt auch der Integration der Eltern, denn Sie werden die Eltern der Freunde Ihrer Kinder kennen lernen, Sie werden notgedrungen spanisch sprechen wollen und plötzlich werden Sie eingeladen, das Dorf- oder Stadtteilfest mit zu gestalten und mit zu feiern.
  5. Ach, da muss mein Kind ja „catalán“ lernen! Nun, geschadet hat das noch niemandem, außerdem sind menorquin, mallorquin und ibicenco eben die Regionalsprachen der Inseln und wer sie spricht, tut sich in allen Bereichen leichter.

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