Schulen
Es gibt auf Mallorca mehrere englischsprachige Schulen und auch eine
deutschsprachige Schulen. Die Idee, die Kinder dort hin zu schicken ist
zunächst einleuchtend, ich bitte aber, auch daran zu denken:
- Die
Kosten privater Schulen sind hoch und die Kontrolle über die fachliche
Qualität der Lehrerschaft ist weniger strikt als im staatlichen
Schulbereich.
- Die privaten Schulen befinden
sich alle im Großraum Palma. Selbst wenn Sie dort wohnen, werden Sie
zum Chauffeur Ihrer Kinder, denn gute Busverbindungen gibt es nur zu
den spanischen Schulen.
Wenn Sie mehr als 20 km von der Schule entfernt
sind, vergessen Sie Privatleben oder berufliche Entfaltung, Sie werden
täglich zwischen 90 und 120 Minuten, um den Nachwuchs hin und her zu
fahren.
- Die staatlichen spanischen Schulen
befinden sich grundsätzlich in der Nähe Ihrer Wohnung oder sind mit
öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Ein oft angeführtes
Argument, die Kinder nicht in die spanische Schule zu schicken, ist,
dann könne man ihnen ja nicht bei den Hausaufgaben helfen.
Nun ist es
ja so, dass die spanische Sprache auch von Erwachsenen erlernbar ist,
und außerdem – ich sage das aus eigener Erfahrung – wer heute noch
glaubt, mit dem eigenen Schulwissen seinen Kindern bei den Hausaufgaben
helfen zu können, der leidet entweder an Selbstüberschätzung oder ihm
ist die Wahrnehmung der Wirklichkeit abhanden gekommen.
- Die
Kinder in eine spanische (kostenlose) Schule nützt auch der Integration
der Eltern, denn Sie werden die Eltern der Freunde Ihrer Kinder kennen
lernen, Sie werden notgedrungen spanisch sprechen wollen und plötzlich
werden Sie eingeladen, das Dorf- oder Stadtteilfest mit zu gestalten
und mit zu feiern.
- Ach, da muss mein Kind
ja „catalán“ lernen! Nun, geschadet hat das noch niemandem, außerdem
sind menorquin, mallorquin und ibicenco eben die Regionalsprachen der
Inseln und wer sie spricht, tut sich in allen Bereichen leichter.
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