Bauen

Bauen

Bauen auf ausgewiesenem Bauland gibt im Normalfall keine Probleme. Schwierig wird es, wenn es sich um „suelo rústico“, also landwirtschaftliche Fläche handelt. Hier wurde die Bebaubarkeit erheblich eingeschränkt. Parzellen unter 14.000 qm sind nicht bebaubar.

Es ist stets angebracht, sich bei der zuständigen Gemeindeverwaltung (Ayuntamiento) ein Bebauungszertifikat (certificación úrbanistica) geben zu lassen, und dies von einem Fachmann (Architekt oder Rechtsanwalt) prüfen zu lassen. Nehmen Sie sich Zeit zur Prüfung, wenn sie gedrängelt werden, ist etwas faul.

Es gibt Gemeinden, z.B. Calviá, die die Zahl der jährlich zu erteilenden Baugenehmigungen auf eine bestimmte Zahl begrenzen. Es ist deshalb in jedem Fall sinnvoll, sich von kompetenter Seite Rat zu holen.

ACHTUNG: Kompetent ist jemand nicht nur deshalb, weil er deutsch und spanisch spricht!

Bauvertrag

Jeder Bauunternehmer hat einen Bauvertrag im Computer. Den sollten Sie nicht unterschreiben, weil er natürlich einseitig die Interessen des Bauunternehmers schützt. Lassen Sie den Vertrag zumindest vor der Unterschrift von kompetenter Seite durchsehen.

Wichtig ist, zu wissen, dass der dem Bauvertrag zugrundeliegende Kostenvoranschlag (presupuesto) bindend ist. Man sollte sich deshalb die Pläne und den Kostenvoranschlag zusammen mit dem Architekten genau ansehen, damit spätere Änderungen und Extras vermieden werden.

Der Kostenvoranschlag dient dazu, Ihnen ein gutes Angebot zu machen, aber bei den Extras wird gnadenlos draufgeschlagen. Wenn im Bauvertrag nicht anders vorgesehen, sind in Spanien Einbehalte zur Absicherung von Mängelrügen unüblich, da Bauunternehmer, Bautechniker (aparejador) und Architekt 10 Jahre lang für versteckte Mängel haften und diese Haftung durch eine entsprechende Versicherung garantiert wird.

Für offene Mängel haftet der selbe Personenkreis 6 Monate nach Übergabe.

Neubauerklärung

(declaración de obra nueva)

Nach spanischem Recht muss jedes Bauwerk durch eine vor dem Notar abzugebende Neubauerklärung (evt. mit Bildung von Wohnungseigentum, división horizontal) grundbucheintragungsfähig gemacht werden.

Dazu ist die Baufertigstellungsbescheinigung des Architekten und des Bautechnikers (aparejador) sowie die der Gemeinde notwendig.

Die Bewohnbarkeitsbescheinigung (cédula de habitabilidad) gibt es beim Inselrat und ist Voraussetzung für den individuellen Stromanschluss.

Die Neubauerklärung wird mit 1 % der Bausumme versteuert.

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