Der sensible Verlust

Sie hatten das anders geplant. Zwar liebten sie sich, aber es sollte auch eine Lebenspartnerschaft zur Versorgung des Älteren sein.

Ludwig hatte an der Mosel einen mittelständischen Betrieb. Er belieferte die Weinbauern mit dem, was sie so brauchten. Nachdem seine Frau gestorben war, glaubte er, aus dem Loch der Trauer am ehesten dadurch herauszukommen, dass der den Betrieb dem Sohn übergab und sich die Welt ansah. Weit war er nicht gekommen, denn in einem Park in Innsbruck verliebte er sich in Rudi, der war dreißig Jahre jünger.

Der Sohn war entsetzt, die Verwandtschaft schrie auf. Machen wir es kurz, das Paar zog nach Mallorca. Mit Ludwigs Geld wurde ein Haus auf dem Land gekauft.

Die Szene beim Notar war unbeschreiblich. Es erschien das verkaufende Ehepaar, er Taxifahrer, sie Hausfrau. Mateo war geknickt und vergoss vor der Unterschrift unter den Kaufvertrag sogar ein paar Tränchen. Er sei halt passionierter Gärtner, schluchzte er.

„Pah,“ kam es auch Paquita heraus. „Nada de jardinero, putero!“ Mateo wurde noch etwas verzagter und seine Frau schwoll an in ihrem Triumpf. Jeder Zoll ihres Körpers bezeugte ihre Genugtuung, den Sündenpfuhl endlich los zu sein. Ihr könne es ja egal sein, wer dort Nachfolger werde, dass es „un par de marricones“ sei, das geschehe dem Mateo aber ganz recht.

Einige Wochen später kamen Ludwig und Rudi wieder in die Kanzlei. Sie suchten Rat, weil der Jüngere ja irgendwie abgesichert werden müsse, wenn er, wie absehbar, den Älteren in den Tod werde pflegen müssen. Homo-Ehe und eingetragene Partnerschaft, all das gab es damals noch nicht. Meine eigentumsrechtlichen Vorschläge scheiterten an Ludwigs Furcht vor der bekannten Promiskuität homosexueller Männer, wie er mir bei einem weiteren Besuch, zu dem er alleine kam, darlegte.

Es wurde dann auch nichts daraus, denn Rudis Vorleben hatte doch Spuren hinterlassen. Er wurde krank, hatte Lungenprobleme, nahm erschreckend ab. Der behandelnde Arzt berief sich auf seine Schweigepflicht, die er gleich darauf mit den Worten verletzte, ich solle doch nicht so saudumm fragen, schließlich sei Rudi schwul.

Offenbar hatte er AIDS und bei den wenigen Besuchen, die ich machte, konnte ich einen erschreckenden Verfall des Mittdreißigers feststellen.

Das Schlafzimmer hatte bei aller Tragik etwas ungemein Komisches. Das Paar hatte sich das alte Ehebett von der Mosel kommen lassen, Eiche massiv samt dem Bild vom guten Hirten darüber. Auf Ludwigs Nachtisch lag ein Rosenkranz und ein Buch von Johannes Mario Simmel. Auf Rudis Seite stapelten sich Mickey Mouse Bände, auf denen die Röhrchen und Gläschen mit seinen Arzneien standen.

Zur Totenmesse in der Kirche von Lloseta kamen erstaunlich viele Freunde. Auch Mateo war dabei, er hatte den beiden mit Ratschlägen für die Gartenarbeit geholfen, darüber hatten sie sich dann angefreundet. Paquita kam nicht.

Ludwig fiel wieder in ein tiefes, tiefes Loch. Er war durch die Pflege körperlich geschwächt und die Einsamkeit trieb ihn in den Wahnsinn. Er hoffe, Rudi habe ihn angesteckt, sagte er immer wieder.

Ohne sein Wissen schrieb ich den Sohn an. Der antwortet knapp, er kenne seinen Vater, das, es folgte ein nicht zitierfähiger Unflat, nicht mehr, und ich solle ihn gefälligst in Ruhe lassen.

Tatsächlich ging Ludwigs Wunsch in Erfüllung und nur wenige Jahre nach Rudi verstarb auch er.

Zur Beerdigung erschien er nicht aber kurz darauf meldete sich bei mir der Sohn mit einem Erbschein. Er sprach von einem sensiblen Verlust und wollte, dass ich das Haus auf seinen Namen überschriebe.

Eines der wenigen Mandate, die ich abgelehnt habe.

 

Roßla

Meine Großmutter stammte aus Roßla am Südharz. Natürlich hatte uns unsere Mutter herrliche Geschichten erzählt von wunderbaren Sommerferien dort und aufregenden Jagden im tiefen Schnee in Schwiederschwende. Dort gab es ein Jagdschloss, mit einem Zimmer, in dem alle Stühle aus Hirschgeweihen gefertigt waren. Was Erwachsene für eine Geschmacksverirrung halten, erwächst in den Köpfen von Kindern oft zur himmlischen Herrlichkeit. Möbel aus Hirschgeweihen, für mich noch immer der Ausdruck vergangener Glorien. Beim Schloss Liebenberg des Fürsten Eulenburg fand ich neulich in der Kirche sogar ein Missale Pult aus Abwurfstangen. Die Bibel ruhte in den Armen eines Zwölfenders.

Roßla war uns allen ein Begriff, obwohl wir den Ort nicht kannten, er lag ja in der DDR. Gerade deshalb wurde in unserer Phantasie die Heimat unserer Großmutter unter dem Kyffhäuser mit jeder Erzählung wunderbarer, märchenhafter und entrückter.

Es waren Duodez-Fürsten, aber eben doch Fürsten. Man leistete sich einen übergroßen Beamtenapparat, Dienstboten gab es zuhauf und vom Kammerdiener der Prinzen wurde berichtet, er habe jeden Morgen die Socken der Buben kontrolliert und sie dann mit den Worten „hard sind se, aber riechn dun se noch nich“ zur Wiederverwendung freigegeben. Irgendwo musste ja gespart werden.

Als sich der eiserne Vorhang öffnete, schlug meine Mutter vor, wir sollten nach Roßla fahren. Ich war begeistert dabei, zumal man mir als Kind immer gesagt hatte, ich sähe aus wie ein Stolberger, was ich damals für ein Schimpfwort hielt. Ich dachte, das sei ein Mittelding zwischen Schlaumeier und Stromer.

An einem kalten Tag im Herbst fuhren wir hin. In Nordhausen sahen uns die Kirche an und husteten wegen des penetranten Luftgemischs aus Zweitacktermief und Braunkohlerauch. Da trat eine Großmutter mit ihrem Enkel vor die Tür und sagte: „Nu aber raus mit dir, du Stubnhoggr, sollst ja was haben von der herrlichen frischen Luft.“

Es ist eben alles relativ.

Später bemerkten wir rechts das Kyffhäuser Denkmal dräuhend auf dem Berg und dann sah man die Turmspitzen von Roßla. Mutter bat, anzuhalten. Sie stieg aus und weinte, wie ich sie nie vorher oder nachher weinen gesehen habe. „Das ist doch meine Heimat“, schluchzte sie.

Wir kamen dann doch noch ins Dorf und fanden auch gleich das Schloss, wo ein Trupp Maler die Wandschränke im Erdgeschoss weiß anstrich. Es stellte sich heraus, dass der Obernaler der Enkel des alten Haushofmeisters war. Der holte sofort seine Mutter, es gab ein rührendes Wiedersehen. Etwas später stellte sich heraus, dass meine Mutter mit der jüngeren Schwester gespielt hatte, und die Haushofmeisterstochter meine Mutter mit deren Cousine verwechselte. Das tat allerdings der allgemeinen Gemütsaufwallung keinen Abbruch. Das ganze Schloss wurde uns gezeigt. In einem Schrank fand ich eine Kristallkaraffe, wie ich eine geerbt hatte. Offenbar gab es damals mehrere davon. In meinen Händen zuckte es und im Kopf beschäftigte mich die Frage, ob das mit der Enteignung wirklich rechtwirksam vonstattengegangen sei. Im Nebenraum des Saals waren kurzfristig die Portraits von Honecker, Marx und Engels zwischengelagert worden. Es könnte ja sein, dass sie wiederkommen. Dessen eingedenk begrub ich meinen Wiederbeschaffungsvorsatz bezüglich der Karaffe.

Ich begann über meine Umgebung nachzudenken: Wie war es möglich, das an sich schon nicht sehr schöne Schloss in eine miefige Bude mit der Ausstrahlung des Spielerheims eines 1. FC Roßla umzuwandeln? Von höfischer Herrlichkeit und Eleganz keine Spur mehr, nur Spitzenvorhänge, leere Bierflaschen und plüschige Möbel.

Beim Hinausgehen kamen wir wieder an der Malerbrigade vorbei. Vater deutete auf den Obermaler und raunte: „Sein Großvater hat den Fürsten angeschmiert, der Enkel schmiert jetzt die Schränke an.“

Ein Held, die Amis, das Meissener Urinal und der Schluck aus der Tintenflasche

Man kann nicht sein ganzes Leben lang ein Held sein. Das ist man nur in Momenten, die das Held-Sein notwendig machen.

Eine solche Situation kam am 4. April 1945 auf meinen Großvater zu. Die amerikanischen Panzer standen schon bei Retzbach im Maintal, als auf dem Fußballplatz in Thüngen ein schneidiger Oberleutnant eine Artillerie Batterie mit seinen Leuten in Position brachte, um das Dorf bis zur letzten Patrone zu verteidigen.

Das war natürlich Wahnsinn. Die Amerikaner würden sich auf die derart nahe am Ort stehende Kanone einschießen und damit unweigerlich große Teile der umliegenden Häuser, wenn nicht das ganze Dorf zerstören.

Mein Großvater stellte den Oberleutnant zur Rede und befahl ihm als Ranghöherer, er war Rittmeister, abzuziehen. Das war in höchstem Masse riskant, und hätte ihn, wenn es schlecht gelaufen wäre, vor ein Kriegsgericht gebracht, deren Mitglieder gerade in den letzten Kriegstagen nicht lange überlegten…

Es ging aber gut, die Batterie wurde verlegt und trotz einiger Schießerei wurde Thüngen am 6. April 45 mit nur wenigen Zerstörungen von den Amerikanern eingenommen.

Unterdessen litt Großvater an ständigem Nasenbluten, man fürchtete um sein Leben. Offenbar war ihm die Anspannung wegen der Auseinandersetzung mit dem Oberleutnant doch näher gegangen, als er zugeben wollte. Man versuchte lange vergeblich, das Bluten zu stillen. Da kam die Nachricht, das halbe Dorf und selbstverständlich das Schloss auch müsse in 45 Minuten evakuiert werden.

Chaos brach los unter den Schlossbewohnern. Eine Tante verließ ihre Behausung mit allen ihren Hüten auf dem Kopf. Als meine spätere Mutter bei ihrem Anblick lachte, fing sie die letzte Ohrfeige ihres Lebens. Eine andere Tante vollbrachte das Wunder, dass fünf GIs sich bereiterklärten, ihren Konzertflügel die Wendeltreppe hinunter zu tragen. Mit lauter Stimme, wies sie die Soldaten an, ja nirgendwo anzuecken und ging den Männern schwer auf die Nerven. Als der Flügel endlich unten war, verabschiedete sich einer der GIs bei der alten Dame mit den Worten „Go to hell, old spider!“

Großvater überlebte den großen Blutverlust, weil es nach langem Suchen gelang, einen Arzt zu finden, der die Nase fachmännisch mit geeignetem Material tamponierte.

Die Amis blieben lange Zeit im Schloss, wo das Offizierskasino eingerichtet wurde. Dort feierten sie ihre Feste und ihre Besäufnisse.

Als sie abzogen, fand man in der Schublade einer Barockkommode eine riesige Servierplatte aus Meissner Porzellan, die bis zum Rand vollgepisst war.

Damals stand die Hochzeit meiner Eltern ins Haus. Für die Bewirtung der vielen Gäste wurden Lebensmittel gehortet und wahrscheinlich auch auf nicht ganz legalem Wege beschafft. Unter anderem sollte es Hirschrücken geben und die Braut bat sich aus, dass doch bitteschön ihr nicht ausgerechnet aus der unterdessen gesäuberten Pissvorlegeplatte serviert werden sollte. Drei Mal darf geraten werden…

Beim abendlichen Ball passierte ein Unglück. Da man wusste, dass es wenig Alkohol geben würde, hatte einer der Geladenen hinter einem Vorhang eine Flasche Schnaps versteckt. Irgendwann fasste er heimlich nach hinten, griff die Flasche und nahm einen kräftigen Zug. Es war aber nicht die Schnapsflasche, die er in die Hand bekam, sondern die Literflasche Pelikantinte, die man damals noch in jedem Haushalt hatte, um die kleineren Tintenfässer auf den Schreibtischen aufzufüllen.

Dem jungen Mann musste der Magen ausgepumpt werden.

Noch was zu Puigdemont

Es wird ja jetzt so getan, als sei der Tatbestand des spanischen Strafgesetzbuches „rebellión“ eine absurde Erfindung eines rechtsgerichteten Systems. Daher hier ein Beitrag zur historischen Wahrheit:

Der Tatbestand der Rebellion wurde dem Código Penal hinzugefügt am 23.11.1995. Die erforderliche Mehrheit setzte sich aus den Stimmen der Fraktionen der sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) und der katalanischen Convergencia i Unió (Jordi Pujol) zusammen. Die Abgeordneten von Partido Popular, die heute die Regierung stellt, haben sich enthalten. Ministerpräsident war Felipe González, Justizminister war Juan Alberto Belloch, beide PSOE.

Hier der Text:

Art. 472 Código Civil español:

Der Straftat der Rebellion macht sich schuldig, wer sich gewalttätig und öffentlich zu einem der folgenden Ziele erhebt:

  1. Gänzliche oder teilweise Abschaffung, Suspendierung oder Veränderung der Verfassung.
  2. Gänzliche oder teilweise Abschaffung der Befugnisse des Königs, der Königin, des regent4n oder der Mitglieder des Regentschaftsrates, oder diese dazu zu zwingen, etwas zu tun, das ihrem Willen widerspricht.
  3. Behinderung der Wahl zu öffentlichen Ämtern.
  4. Auflösung der Cortes Generales, des Abgeordnetenhauses, des Senats oder der gesetzgebenden Versammlung einer autonomen Region, Behinderung ihrer Zusammenkunft, ihrer Beratung und Beschlussfassung oder sie zu einem Beschuss zu zwingen oder sie in ihren Befugnissen zu beschneiden.
  5. Einen Teil des nationalen Territoriums für unabhängig zu erklären.
  6. Absetzung der Regierung der Nation oder einer autonomen Region. Deren Kompetenzen zu usurpieren, oder diese zu Taten zu zwingen, die ihrem Willen widersprechen.
  7. Die Streitkräfte oder Teile derselben dem >gehorsam der Regierung zu entziehen.

(Übersetzung HvR)

 

 

Die Nazis wittern Morgenluft

„…Schließlich hatte es eine, wenn auch sehr mysteriöse jüdische Weltverschwörung gegeben, um Deutschland instabil zu machen, die Bürger und Bauern auszubeuten, das öffentliche Leben lahmzulegen, die Macht in Staat und Kirche an sich zu reißen. War das nicht so? Das Judentum hatte Deutschland den Krieg erklärt. Warum genau und wann, würde sich noch erweisen… Aber Deutschland war wachsam gewesen und hatte sich dagegen gewehrt, zu einem neuen Gelobten Land der Juden zu werden, die allerdings oft ihren Gott verleugneten und zum Beispiel protestantische Steuerzahler waren. Es war sehr kompliziert mit der Weltverschwörung, zumal sie so seltsam unspürbar gewesen war, wenn ein jüdischer Arzt einen Blinddarm operierte, eine jüdische Bank Zinsen gutschrieb, ein jüdischer Trödler Luftballons verkaufte.“

Dies ist ein kurzes Zitat aus dem Buch „Wiesenstein“, in dem Hans Pleschinski über die letzten Lebensmonate von Gerhard Hauptmann berichtet. (C.H.Beck)

Es ist frappant: Man muss nur „Juden“ durch „Moslems“ ersetzen und schon befindet man sich mitten drin in der täglichen Kampagne, die uns weismachen will, dass nicht nur Islamisierung drohe, sondern es von Seiten der Regierung in Berlin sogar gewollt sei, das deutsche Volk auszutauschen.

Klar, da hat man an der Spree von Bert Brecht gelernt, der nach dem 17 Juni 1953 schrieb: „… einfacher wäre es, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes.“

Der Satz war damals schon absurd und sollte es auch sein. Das hindert aber heute, 65 Jahre später, große Denker noch immer nicht daran, für Kleindenker Angsthäufchen in die Welt zu setzen, wonach bald der Muezzin vom Kölner Dom rufen werde und dem die Hand abgehackt werden wird, der im Supermarkt klaut.

„Der Islam ist keine Religion, sondern eine Weltverschwörung“ (s.o.) Das wird immer wieder gepredigt, in Befolgung der Lehrmeinung von Napoleon Bonaparte, wonach die einzig wirkungsvolle rhetorische Wendung die Wiederholung sei.

Wer schwingt sich da eigentlich auf zum „arbiter fideliorum“ auf und entscheidet, was Religion ist und was nicht?

Wer erlaubt es sich, die Bildungsfernen, die Hängengebliebenen, die Benachteiligten in Angst und Schrecken zu versetzen?

Wer kocht da ein ganz mieses autoritäres, antidemokratisches Blut- und Boden-Süppchen?

Es sind genau diejenigen, die auch in Österreich und Deutschland der 20er Jahre alles bekämpft haben, was anders war als vor 1918. Es sind genau die selben Zurückgewandten, die ehemaliger Privilegien beraubt, noch immer finden, Demokraten hätten die Schaltstellen usurpiert, die eigentlich durch Tradition und Herkommen ihnen zustehen.

Sie verachten das Volk. Aber sie hätscheln es, weil sie es brauchen. Sie spielen sich zu deren Beschützern und Bannerträgern auf, in der Hoffnung, dass es durch die ständige Wiederholung von Hass- und Angstszenarien gelingen werde, zunächst das Volk hinter sich zu scharen, um es dann endgültig entrechten zu können.

Hier sind aufrechte Demokraten gefragt, die jedes Mal widersprechen, die jedes Mal die Infamie der Rechtsextremen offenlegen, die es nicht zulassen, dass die Saat von Hass, Neid und Angst aufgeht.

Machen wir uns nichts vor: Die Nazis haben nur jahrzehntelang geschlafen. Nun wittern sie Morgenluft