Blumen im Po

In Berlin läuft gerade eine etwas abstruse Hieronymus Bosch Ausstellung in einem abgelegenen Haus mit Einschüssen aus dem Krieg. Das ist schon sinister genug, die Multi Media Show allerdings im abgedunkelten Raum mit furchteinflößender Musikuntermalung gäbe dem geprüften Besucher den Rest, fände man dort nicht immer wieder Ausschnitte aus dem „Garten der Lüste“ einem den bekanntesten Gemälde von Don Hieronymus. Darauf findet man in der unteren Mitte einen gebückten Herrn, dem eine Blume aus dem Po wächst.
Wenn man in Spanien von jemandem sagt „este tiene en el culo flores“, dann meint man damit, dass er Glück habe, ja, sein ganzes Leben lang vom Glück verfolgt werde.
Jeder kennt eine oder einen, der immer unverschämtes Glück hatte, der fröhlich pfeifend den Gefahren des Lebens ausweicht und mit schlafwandlerischer Sicherheit immer dann „hier!“ schreit, wenn mal wieder ein Stückchen Glück ausgeteilt wird.
Ich empfinde mein Leben als eine solche Kette von glücklichen Aneinanderfügungen, und nun wird dem geneigten Leser auch klar werden, weshalb ich oben von einem „gebückten Herrn“ schrieb.
Es lohnt sich einen positiven Blick nach hinten zu werfen. Der eine hat mehr Glück gehabt, der andere weniger, aber wenn wir ehrlich sind, waren die guten Stunden in der Mehrzahl.
Neulich traf ich per Zufall einen Freund wieder, mit dem ich im Jahr 1971 Kreta bereist hatte. Er frug, ob mich das Leben denn gut behandelt habe? Ich konnte nur ja sagen und dieses „ja“ hat mir bewusst gemacht, wie sehr ich glücklich war und deshalb allen Grund habe, auch jetzt glücklich zu sein.
Natürlich gab es auch dunkle Tage, besonders dann, wenn mich Leute betrogen haben, aber da war ich meistens selbst schuld und hätte mir als Anwalt eigentlich das Lehrgeld zurückgeben lassen müssen.
Glück ist etwas Unerfassbares. Das heißt aber nicht, dass man nichts dafür tun könne. Zum Beispiel führt das Lachen geradewegs zum Glück. Oder, bitte melden, wer kennt einen glücklichen Miesepeter?

Geliebten-Sharing

Jeder Spanier, der etwas auf sich hält, hat eine Geliebte. Das ging so weit, dass man ins Liceo, der Oper in Barcelona, nicht etwa die Ehefrau sondern „la Querida“ mitnahm.

Nun ist das natürlich etwas für die gehobenen Kreise, denn Geliebte und Oper sind beides kostspielige Hobbies.

Während einer der vielen Krisen, die ich in Spanien miterleben durfte, schlug mein Freund und Kollege Toni vor, wir drei Anwälte in der Kanzlei, Toni, Carlos und Hans sollten uns eine gemeinsame Geliebte nehmen.

Er hatte sich das schon ganz genau ausgedacht: Die wichtigste Person sei nicht etwa die Geliebte selbst, sondern deren Mutter, möglichst eine Mallorquina, damit sie die gewohnte regionale Küche beherrsche. Es ging ihm offenbar ums leibliche Wohl in einer ganzheitlichen Sichtweise.

Wichtig wäre auch, dass wir zu dritt eine schöne Wohnung finanzierten, wo ein großer Fernsehapparat aufgestellt würde. Die Fernbedienung dürften nur wir handhaben, um endlich mal die wichtigen Fußball Übertragungen ohne lästiges „zapping“ der Ehefrau oder Geschrei der Kinder genießen zu können.
Aufteilung? Ganz einfach: Mo – Di Toni, Mi – Do Carlos, Fr – Sa Hans und am Sonntag sollst du ruhen, spricht der Herr.

Wie er sich denn die Geliebte vorstellte, fragten wir Toni, der antwortete, das sei am wenigsten wichtig. Was er „el petroleo“ nannte, ja okay, aber in erster Linie suche der von den Fährnissen des Lebens getriebene Mann, eine Oase der Ruhe, in der er nicht dauernd kritisiert und rumkommandiert werde.

Er meinte allen Ernstes, eine solche Regelung sei durchaus ehefördernd, einfach deshalb, weil man dann weniger Zeit zum Streiten habe.

Carlos war damals unverheiratet und hielt den Vorschlag nicht nur für hirnverbrannt, sondern auch für Geldverschwendung. Ich, damals hatte ich noch nicht die spanische Nationalität, konnte mich schon aus diesem Grunde mit dem Projekt nicht anfreunden.
Immerhin aber mir die Idee tiefe Einblicke in das Seelenleben des spanischen Mannes ermöglicht.

Da kam der Heilige Geist über mich

Wenn man Rotenhan heißt, ist man sozusagen in den Kirchenvorstand hineingeboren. Meine Mutter war so lange drin, dass sie schließlich das Bundesverdienstkreuz bekam. Ich habe sie mal gefragt, weshalb sie denn mehr als vier Jahrzehnte lang diese Last auf sich genommen habe. Es stellte sich heraus, dass sie Einfluss auf die Wahl des Pfarrers nehmen wollte, denn es war ihr ein bedeutendes Anliegen, nicht von einer Pfarrerin beerdigt zu werden.
Ich war auf den Balearen nur etwa 25 Jahre im Kirchenvorstand der deutschsprachigen evangelischen Kirche und eines schönen Tages rief der Pfarrer an, ich möge ihn doch vertreten bei der Einweihung des Denkmals für die Einheit der Religionen im Kloster Sant Honorat auf dem Berg Randa.
Ich zog meinen dunklen Anzug an und fuhr hoch zum Kloster. Man hat von dort einen wunderbaren Blick auf den Südteil Mallorcas und der vorgelagerten Insel Cabrera.
Der Abt des Klosters begrüßte mich herzlich zusammen mit dem Rabbi, dem Imam, dem Sikh Priester, dem orthodoxen Popen und noch einigen heiligen Männern.
Man berichtete mir, die Vorbereitungen zu dieser Einweihungsfeier seien sehr schwierig gewesen, weil für einige Religionen Gott so heilig sei, dass man seinen Namen nicht aussprechen dürfe.
Doktor Murkes gesammeltes Schweigen! Heinrich Böll war eben doch Prophet mit seinem Satz: „Jenes höhere Wesen, welches wir verehren.“
Sei dem wie es wolle, der orthodoxe Pope, er war der Kleinste unter den Anwesenden, hatte an mir, dem Längsten, einen Narren gefressen. Er wich mir nicht von der Seite und unterstrich seine ökumenische Einstellung an einer geradezu manischen Umarmungswut, die er an mir auslebte, indem er ständig an mir hochhüpfte.
Wir wurden alle in die Kapelle gebeten, wo man uns das Procedere erklärte:
Zunächst sollten wir, gemeinsam einen Olivenbaum pflanzen. Danach sollten wir um den hoffnungsfrohen Baum im Halbkreis mit dem Gesicht zur Gemeinde aufstellen und in ein stilles Gebet versinken.
Ich war nicht bei der Bundesweht, aber den Befehl kannte ich: “Stilles Gebet bis Dreißig!“
„Rezar contando hasta treinta“ flüsterte ich meinem Popen zu. Der brach daraufhin in fast unzähmbares Gelächter aus und wurde durch strenge Blicke aus Fernost gestraft.
Zum Abschluss, so erklärte uns der Abt, sollten wir eine für unsere Religionsgemeinschaft typische Bewegung auf der im Freien aufgestellten Kanzel ausführen.
Holla, die Waldfee“ Was macht der Pfarrer, wenn er typisch sein will? Ich habe schon Seelsorger gesehen, die liturgische Tänze aufführten, Klampfe spielten oder Blumensträuße überreichten.
Tanzen kann ich nicht und zufällig hatte ich auch weder Klampfe noch Blumenstrauß bei der Hand. Einem normalen evangelischen Menschen fällt in dieser Situation ein, mit ausgebreiteten Armen den Friedensgruß zu spenden. Das fiel mir natürlich nicht in, aber als der als erster drankommende Abt den Friedensgruß spendete, wusste ich, dass es eng werden würde.
Ich stand ab der untersten Stufe der Kanzel, oben intonierte der Sikh-Priester Heiliges aber Unverständliches. Der Pope tippte mich von hinten an und begehrte einer weiteren Umarmung. Und dann stand ich plötzlich auf der Kanzel. Die Sonne beleuchtete die Mallorquinische Ebene unter mir, ich dachte an die vielen französischen Gefangenen, die nach den napoleonischen Kriegen auf der Insel Cabrera ihrem Schicksal überlassen wurden und umkamen. Die Gemeinde dachte, ich sei wieder in ein stilles Gebet versunken, diesmal bis Fünfzehn, und da begann ich plötzlich zu singen, eigentlich ohne eigene Willensanstrengung oder Überlegung: „Großer Gott, wir loben dich.“
Ich kann den Text nicht wirklich auswendig. Aber an dem Tag kam er mir aus dem Herz, der Seele und aus den Lungen. Mit steigender Freude schmetterte ich den Choral in die Welt hinaus, so dass ich dachte, man könne mich auch noch auf Cabrera hören.
Ich hätte auch noch gern den zweiten Vers gesungen, weil ich das mit den Cherubinen und Seraphinen so schön finde.
„Jetzt langt´s. Die zweite Strophe singst du jetzt nicht“, raunte mir eine innere Stimme zu. Ich bin überzeugt, dass das der Heilige Geist war, der mir zuvor den Text des ersten Verses eingegeben hatte.

Mallorca und der Rest

Bei meinem Kollegen Amado Jaime Sastre steht auf dem Besprechungstisch eine Weltkugel, auf der Mallorca etwa zwei Drittel einnimmt, auf dem Rest kuschelt sich der Rest der Erde zusammen.

Es mag Selbstironie sein, die hinter diesem Globus steckt, aber auch ein großes Korn Wahrheit.

„Was ist größer? Mallorca oder der Rest?“

Das ist eine durchaus nicht unübliche Kinderfrage. Und wer die Qualität des mallorquinischen Schafes in Frage stellt, gilt als Unwissender, wenn nicht als Landesverräter. Neulich hatte ich das Glück einer Diskussion beizuwohnen, in die der weltgereiste Pianist Ilan Rogoff eher beiläufig einfließen ließ, auch das schottische Schaf hätte durchaus kulinarischer Reize. Es war wohl in erster Linie ihrer guten Erziehung zu verdanken, dass die Gastgeberin ihn nicht des Tisches verwies, aber wie man auf solch alberne Ideen kommen könne, das verstand sie nicht.

Gleiches gilt übrigens für die Qualität der mallorquinischen Mandel.
Mallorquiner sind auf den ersten Blick nicht unbedingt als Sympathieträger erkennbar. Es kostet erhebliche Anstrengung, Mauern überkommener Vorurteile einzubrechen:
Die Leute aus Madrid sind überheblich, die aus Barcelona hyperaktiv. Deutsche haben keinen Humor, dafür aber viel Geld. Franzosen sind unerträglich, man könnte meinen, alle wohnten sie in Madrid. Ibizenker sind kulturlos. Und alle haben sie gemeinsam, dass man ihnen nicht über den Weg trauen kann.

Wem es allerdings gelingt, die erwähnten Mauern zu überwinden, dem öffnet sich das Herz der Insel und das seiner Bewohner.
Und dann fällt es einem wie Schuppen von den Augen, dass die Mallorquiner nicht hinterhältig sind, nicht einmal sind sie geldgierig, was doch alle aus dem Rest der Welt behaupten.

Wenn man heute einen gemeinsamen Nenner unter den Mallorquinern sucht, findet man den erstaunlichen Satz: „Es reicht!“ Früher, als jede Woche ein neues Hotel eröffnet wurde, als man stolz war auf neue Rekorde, die am Flughafen Son San Juan geschlagen wurden, da entstand das Bild des nimmersatten Insulaners. Heute sucht man nach Möglichkeiten, die Exzesse des Tourismus zu beschneiden.

Es gilt, die eigene Identität und Kultur nicht zu verlieren, wobei, und das finde ich so erfreulich, das neu entstandene „Wir-Gefühl“ die Zugereisten mit einbezieht. Wer hier dauerhaft wohnt, ist Mallorquiner. Lachend wird hinzugefügt, Mallorquiner sei ja eh keiner, denn wer hätte nicht mindestens eine Großmutter aus Granada, San Sebastián, Narbonne, Newcastle, Uffenheim oder Pfäffikon? Der Rest der Welt kommt näher.

Verbrecher auf Mallorca

Gestern hatte ich eine wirklich interessante Unterredung mit einer Krankenschwester. Sie arbeitet im Gefängnis von Palma de Mallorca und erzählte, man habe dort Häftlinge aus aller Herren Länder. Nur keine Chinesen. „Die machen das unter sich aus, ohne dass man was merkt,“ sagte sie.

Mich interessierte, zu erfahren, ob sich die Häftlinge nach Nationalität oder nach Verbrechen klassifizieren ließen.
Zu meinem Erstaunen berichtete sie, man bilde nun getrennte Module nach Verbrechenstyp, da gäbe es am wenigsten Konflikte. Alle Sexualstraftäter auf einen Haufen, alle Betrüger in einen Block und alle Politiker in wieder ein anderes Modul, nur die „gitanos“ kämen ungeachtet der Straftat alle zusammen, denn die vertrügen sich mit niemandem.

Interessant sei der Block mit den Politikern. Dazu muss man wissen, dass etwa 10% der Politiker der Balearen der vergangenen Legislaturperiode entweder im Knast sitzen oder ein Strafverfahren gegen sie anhängig ist. Diese ganz erhebliche Gruppe innerhalb des Gefängnisses mache am wenigsten Probleme. Sie hätten sich organisiert, dort laufe alles nach demokratischen Regeln ab, sie läsen, bildeten sich weiter und nur der Umstand, dass sie abends nicht nach Hause gehen dürften, erinnere sie daran, dass sie einsäßen.

Nun gibt es neben vielen männlichen bestraften Politikern eine verurteilte Politikerin: „La famosa Munar“. María Antonia Munar war die Präsidentin der Regionalpartei Unión Mallorquina, das durch und durch korrupte Zünglein an der Waage des balearischen Parlaments. In einem Urteil gegen diese Partei wird sie als „Vereinigung zum Zwecke der Begehung von Straftaten“ definiert. Das muss einem als Partei erstmal passieren!

„La Munar“ war Kulturministerin, Präsidentin des Inselrates von Mallorca und zum Schluss Präsidentin des Parlamentes in Palma. Alle wussten, dass sie korrupt ist, aber es bedurfte der Insistenz einiger Journalisten, dass das auch die Staatsanwaltschaft merkte und schließlich widerwillig Anklage erhob. 11 Jahre Haft lautete das Urteil. Und nun ist „la Munar“ die einzige weibliche Politikerin im Gefängnis von Palma. Wegen ihr alleine macht man natürlich kein eigenes Modul auf und so beklagt sie sich ständig, dass sie im Gegensatz zu allen ihren männlichen Kollegen „con la chusma“ mit dem Gesindel, zusammen eingesperrt sei. Im Frauentrakt gibt es wegen zu geringer Insassen eben keine Module. So sitzt „la famosa Munar“ mit weiblich en Klein- und Groß Kriminellen zusammen im Pausenhof.

Allerdings scheint sich „la Munar“ zur Vize-Königin der einsitzenden Damen aufgeschwungen zu haben: Eine Drogenhändlerin putzt ihr die Zelle, eine wegen Totschlags Einsitzende pflegt ihre Fingernägel und eine Prostituierte onduliert ihr die Haare. Nur wenn sie wegen eines Gerichtstermins an die Öffentlichkeit treten muss, erscheint sie ungepflegt. Sie gibt dann die Büßerin.

Unbestrittene Königin des Frauenmoduls ist „La Paca“, die Matriarchin eines inselumspannenden Clans von „Gitanos“ die den Drogenhandel fest im Griff hatten.

Gegen sie kommt selbst „La Munar“ nicht an und ich denke, das empfindet „la Munar“ als den härtesten Teil ihrer Strafe.

¡Vaya vergüenza!

„Las rotondas son una cosa que no va con el caracter español.” Me lo dijo mi gran amigo Pablo Bonet y la prueba lo pudimos ver ayer en el Parlamento.

En España los politicos prefieren, que dos camiones se destrozan en una accidente frontal en vez de desviarse un poco y evitar así daños mayores.

Si de las elecciones sale un parlamento con cuatro grandes partidos, en cada país normal (con la salvedad de Béligica) los parlamentarios saben, que tienen que formar un gobierno de calición. En España ni lo ven ni lo saben.

Si en el PP tienen un presidente que no ha aprovechado la comoda mayoría durante la última legislatura, que va ligado con los casos de corupción, tienen que cambiar el lider. En cada partido normal será esto el primer reflexo de los jovenes . Pero sigue imperando la Ley Alfonso: “Quien se mueve, no sale en la foto.”

Miedo va aparejado con la falta de responsabilidad. Lo que pasa en España primero es una vergüenza y luego la manifestación de la insalvable, inmensa e insana falta de responsabilidad de los que se dedican a la política.

BREXIT Idioten

Ein Schauer der Ehrfurcht wehte durchs Klassenzimmer, wenn unsere Lehrer vom Vorbild des Parlamentarismus sprachen, der uns in Westminster vorgelebt wurde. Das britische Parlament! Die Redegewalt ihrer Mitglieder, die vorzügliche britische Politik, die immer dafür sorgte, dass die Gewichte auf dem Kontinent mehr oder weniger ausgeglichen waren. Gleichzeitig hatte man ein Weltreich aufgebaut, das das römische Imperium und das Reich Karls IV, in dem die Sonne nie unterging, in den Schatten stellte. Mich hatte die Lehre vom Vorbild Großbritannien so sehr geprägt, dass ich die britischen Krimis als reine Fiktion ansah und als Anwalt auf Mallorca wirklich erschreckt war, als ich merkte, dass UK Gangster in keiner Weise anders sind als alle anderen Gangster auch. Das Vorbild hatte natürlich auch sein Gegengewicht, das waren in den Augen unserer Lehrer in erster Linie die Anrainerstaaten des Mittelmeers, wo von Lissabon über Madrid bis Athen Militärs regierten und in Italien Regierungen immer nur ein paar Monate hielten.

Spätere Vor- und echte Urteile sagten uns, dass spanische Politiker korrupt sind, ihre italienischen Kollegen schmieden andauernd Ränke und die griechischen Staatenlenker bringen nichts auf die Reihe.

Dass wir nun lernen, dass die idiotischsten, die unverantwortlichsten Politiker Europas auf den britischen Inseln wohnen, ist ein echter Schock. Keiner der führenden Brexit Anhänger war wirklich für den Austritt, und dieser Nigel Farage machte sich auch sehr schnell vom Acker, als er merkte, was er da angestellt hatte.

Wissentlich haben Boris Johnson und Konsorten das Wahlvolk belogen und so einen Wahlausgang herbeigeführt, den sie nicht wollten. Es ging Cameron und Johnson doch nur darum, wer den anderen über den Tisch ziehen kann.

Das ist schon verantwortungslos, ja ruchlos genug.
Nun stellt sich aber heraus, dass die Brexit Befürworter alle miteinander nicht einen Hauch von Ahnung davon haben, wie der Brexit denn vonstattengehen soll, und was danach passieren wird. Sie haben einfach keinen Plan gemacht, sie haben nicht einen Moment lang überlegt.

Dass so etwas an Dilettantismus im vorbildlichen Vereinigten Königreich geschehen könnte, hätten sich unsere Lehrer nicht träumen lassen und, ich ehrlich gesagt, auch nicht.
Wenn die britische Politik das Volk derart ausnützt, ja vorführt, dann degradiert sie den mündigen Bürger zum Stimmvieh.