Das Neue Jahr und die Immobilienblase

Seit nunmehr fünf Jahren ächzen wir in Spanien mehr oder weniger lautstark. Man hat den Eindruck, dass diejenigen, die am lautesten ächzen diejenigen sind, die die Krise überleben werden. Denn all den anderen, die unterdessen Arbeit und Dach über dem Kopf verloren haben, fehlt längst die Luft zum Ächzen.

Man hofft, dass im Jahr 2014 die Wirtschaft wieder anspringt und es endlich wieder neue Arbeitsplätze geben wird. Dazu ist es allerdings notwendig, dass die Immobilienblase abgebaut wird.

Man stelle sich davor: Auf dem spanischen Festland stehen ein Million unverkaufter Immobilien dumm rum. Durchschnittlich ist jede dieser Immobilien mit einer Hypothek von 200.000 € belastet, macht 200 Milliarden Euro an faulen Krediten. Nachfrage nach diesen Immobilien besteht schon, nur wie soll die spanische Kreditwirtschaft den Ankauf von Wohnimmobilien finanzieren können, wenn sie seit Jahren ziemlich ratlos in ein 200 Milliarden Loch glotzt.

Die Manager internationaler Immobilien Fonds klagern, sie fänden nichts, wohin sie mit ihrem Geld sollten, Zinsen gibt es nicht, und Immobilien erbrächten auch nicht mehr das, was früher mal war.
Wenn man sie dann auf die geschilderte Situation in Spanien anspricht, sagen sie, man habe Spanien nicht auf dem Schirm und überhaupt..

Was, überhaupt? Ich habe mehr und mehr den Verdacht, dass sich hinter diesem <überhaupt> die schiere Trägheit steckt, Trägheit, sich mit einer fremden Sprache und den Gegebenheiten eines Marktes auseinanderzusetzen, der nicht der angelsächsische ist.
Man fragt sich, welcher Dämon manchen Investmentbanker reiten mag, der ihn auf die Idee bringt, kaputte Immobilien in Detroit zu kaufen?

Und Spanien liegt so nah!

Wer hier den Wohnungskauf durch die Erteilung von Hypothekendarlehen ankurbeln will, hat nicht nur einen sichere Rendite sondern sorgt auch dafür, dass der viertgrösste Markt Europas wieder auf die Füsse kommt.

Wer macht den Anfang?