Mit meinem Geld kann ich machen, was ich will!

Froh, frischgewaschen und friedfertig geht man zur Bank, um eine Überweisung nach wohin auch immer in Auftrag zu geben.

Man kommt schlecht gelaunt, verschwitzt und aggressiv wieder heraus, weil, wie der nette Bankangestellte es sagt, „das System die Überweisung nicht zulässt,“ wenn man nicht eine ganze Latte von Erklärungen abgibt, weshalb, warum und besonders wieso man diese Überweisung vornimmt.

Es kann dann durchaus vorkommen, dass der angegebene Zahlungsgrund vom „System“ nicht vorgesehen ist, und man schliesslich irgend einen Blödsinn angibt, nur damit die Zahlung rausgeht.

Es ist oft zum Verzweifeln, aber die Gesetze sehen es nun einmal so vor, und es hat wenig Sinn, dem Bankangestellten unfreundlich zu kommen, der kann am wenigsten dafür.

Ähnlich ist es auch, wenn man Geld nach Spanien schickt. Es ist ja eine Mähr, wenn immer wieder behauptet wird, nicht residente Konten seien unkontrolliert, und da könne man schillerndes, graues oder gar schwarzes Geld bunkern. Ab 90.000 € will das „System“ wissen, woher das Geld kommt, und dann reicht nicht einfach eine persönliche Erklärung im Stile „das Geld kommt von meiner Oma“, nein, da müssen dann Dokumente vorgelegt werden.

Wer keine Nachweise beibringt, dem kann es passieren, dass sein Konto blockiert wird, zumindest was das Verfügen über Kreditkarten anbelangt.

Jeder tut gut daran, sich ein zuprägen, dass man mit seinem Geld eben nicht machen kann, was man will, und wichtiger noch: Wir alle haben einen  ungewollten, ja ungeliebten Geschäftspartner: Den Fiskus