Liebe Greta, sehr verehrte Frau Thunberg

Sie sind nun sechzehn Jahre alt und haben Anspruch darauf, dass man Sie mit „Sie“ anredet.

Sie sind aber auch sechzehn Jahre alt und haben daher das Recht, noch nicht alles zu wissen.

Ich bewundere Ihre Bewegung sehr. Nichts ist derzeit wichtiger als der Klimaschutz. Wir müssen aufhören, an dem Ast zu sägen, auf dem wir sitzen. Da haben sie unzweifelhaft Recht.

Dessen ungeachtet muss ich etwas zu Ihrer sogenannten „Wutrede“ vor den Vereinigten Nationen anmerken: Sie haben es für richtig befunden, den versammelten Staatslenkern dieser Welt einen „Anpfiff“ zu verpassen. „Wie können Sie es wagen“ haben Sie ihnen entgegengeschleudert.

Wer würde das nicht auch gern tun, den anderen die Schuld geben und dabei, ohne es zu sagen, die eigenen Hände in Unschuld zu waschen?

In Ihrem Fall finde ich diese Handlungsweise deshalb so verwerflich, weil Ihre Kampagne längst von der Erwachsenenwelt gekapert wurde, die weiß, wie leicht es ist, die Wut in jungen Herzen zu entzünden.

Sie sind längst zum Vehikel unbekannter Interessen geworden, und das Schlimme ist, dass man den Eindruck hat, dass Sie das bisher noch nicht bemerkt haben.

All das, was Sie anprangern, wird von Ihren Unterstützern gelebt, und seien es nur die Tonnen und Abertonnen von weggeworfenem Plastikmüll, mit denen weltweit die Kommunen nach den Demos vom 20. September zu kämpfen hatten. Da ist mehr Schaden an der Umwelt und in den Köpfen der Menschen angerichtet worden, als Sie möglicherweise bisher erkannt haben.

Sie sind nicht radikal genug, denn Sie nutzen die Möglichkeiten unserer modernen Gesellschaft, wobei es eben diese Möglichkeiten sind, die die Klimakatastrophe mit herbeiführen.

Man lässt sie nicht radikal genug sein, weil Ihre Hintermänner nicht auf warmes Badewasser verzichten wollen, und weil Ihre jugendlichen Unterstützer ihre mitgebrachten Hamburger aus Plastikverpackungen futtern und Ihre Softdrinks aus Wegwerfbechern trinken.

Ich wiederhole mich: Ich bewundere Ihre Kampagne. Aber bitte, tun Sie nicht so, als ob diese möglich wäre, ohne das, was die von Ihnen beschimpften Menschen erreicht haben. Natürlich haben wir dabei Fehler gemacht, schlimme Fehler.

Das ist aber kein Grund, so zu tun, als besäßen Sie die Wahrheit und wir, die Alten sind es, die alles falsch gemacht haben.

Danken Sie mal drüber nach.

Ihr

Hans Rotenhan

 

Fränkisch mt Stolz!

Im Fernsehen kommt fränkisch nur einmal vor, nämlich dann, wenn in Veitshöchheim Fasnacht gefeiert wird. Und dann wird gelacht.

Ja, man lacht über das Fränkische und damit lacht man auch über die Franken. Wir werden nicht ernst genommen und das liegt wohl in erster Linie an den Unbilden der Geschichte.

Wenn man genau sein will, dann hat Franken im Jahr 962 n. Chr. aufgehört zu existieren. Damals kam mit Otto I. der erste Sachse auf den Kaiserthron, der sich natürlich noch daran erinnerte, welches unsägliche Leiden die fränkischen Herrscher über sein Volk gebracht hatten. Darum sorgte er dafür, dass der vakant gewordene fränkische Herzogsstuhl nicht wiederbesetzt wurde.

Titularherzog war seither der Bischof von Würzburg, aber Franken als Staat gab es nicht mehr. Nirgend war der berühmte Flickenteppich kleinkarierter als hier. Man kann das noch heute sehen: Im Dorf A sieht man auf den Toren zu den Bauernhöfen Kugeln, die den Reichsapfel darstellen sollen, die waren reichsunmittelbaren Rittern lehnspflichtig. Im benachbarten Dorf B sind es Zirbelnüsse auf den Toren, die waren klerikalen Herrschern lehnspflichtig.In Gneisenau sind es sogar abwechselnd Reichsäpfel und Zirbelnüsse. Durch die Reformation wurde die Sache nicht besser. Abgesehen von Nürnberg spielte Franken politisch keine Rolle, wollte es auch gar nicht, die verschiedenen Fürstbischöfe und Äbte aalten sich lieber in ihrem Prunk und Protz.

Eines ist sicher: Die Bedeutung einer Sprache geht Hand in Hand mit der politischen Bedeutung des Landes, in dem sie gesprochen wird. Und das Bewusstsein der eigenen Sprache läuft dieser Bedeutung hinterher.

Als Franken in mehreren Etappen zu Beginn des 19. Jahrhunderts bayerisch wurde hatte sich dort längst das „mia san mia-Gefühl“ durchgesetzt. Wenn selbst der König bayerisch spricht, dann ist die Sprache im Wortsinn hoffähig und damit hoffärtig geworden. Klar, dass die aus den angrenzenden Nordgebieten stammenden Neubayern mit ihrer Sprache keinen Fuß auf den Boden bekamen.

Das hat sich bis heute nicht geändert: Wenn im BR über was auch immer in Franken berichtet wird, spricht der Reporter ganz selbstverständlich bayrisch. Die Idee, einen fränkisch sprechenden Reporter nach Wolfratshausen zu schicken traut man sich erst gar nicht zu auch nur zu denken.

Und darum sind wir es gewohnt, dass Schauspieler aus Alt-Bayern nach Veitshöchheim kommen und versuchen, die Fasnachtssendung aufzumischen. Die finden diese Sendung blöd, weil sie den fränkischen Humor nicht verstehen und weil sie in guter alter Tradition den fränkischen Dialekt lächerlich machen.

Im Fernsehen tummeln sich bräsige altbayerische Polzisten und Kommissare. Wenn ein blöder Polizist gebraucht wird, dann spricht der unter Garantie fränkisch.

Gerade las ich auf facebook einen Kommentar vom Liedermacher Wolfgang Buck, dem Gerhard Polt nach einer fränkischen Fasnachtssendung gesagt hat, die Franken müssten sich nicht wundern, wenn man sie nicht ernst nähme.

Offenbar hat Wolfgang Buck das so hingenommen. Mich erbost das, denn die Äußerung des geschätzten Gerhard Polt zeigt doch nur, dass er auf dem Schlitten alter Vorurteile sitzt, Franken nicht verstanden hat und immer noch denkt, Bayern trüge zu Recht einen bunten Rock und dünke sich besser denn seine Brüder.

Scheiserlameisala!

 

Deutschland, eine Waldsiedlung.

Es ist eine alte Tradition in Deutschland, dass der Mensch zuerst einmal nach seinem Benehmen beurteilt wird.

Das war ganz besonders in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg zu beobachten: Da wurde reihenweise die Mitgliedschaft in der Nazi Partei verharmlost. Es war wichtiger, dass er oder sie „wahnsinnig anständig“ waren, dass er oder sie ja an sich gar keine Nazis waren und damals nur deshalb eingetreten sind, weil das für den Betrieb so notwendig gewesen war. Rohstoffe, Saatgut oder Zwangsarbeiter wurden halt nur an die Betriebe verteilt, deren Direktoren oder Eigentümer sich zum nationalsozialistischen Gedankengut bekannten. Das tat man eben am besten dadurch, dass man Parteigenosse wurde.

Alle verstanden, dass das mit der Partei doch gar nicht soo ernst gemeint war. Die Partei selbst aber konnte immer wieder darstellen, wie groß ihr Rückhalt in der Bevölkerung war, denn von den Beigetretenen hat natürlich keiner öffentlich gemacht, dass er nur beigetreten sei, damit der Gauleiter oder welcher andere an sich als Emporkömmling verachtete Nazi auch immer, nicht weiter in den Betrieb hineinpfuschen konnte.

Ein Volk von Opportunisten. Ich will nicht über die urteilen, die damals so handelten, denn in meinem Leben ist mein persönliches Heldentum noch nicht auf die Probe gestellt worden.

Aber man kann über die urteilen, die nach dem Krieg, die Freundschaft mit Verwandten und Bekannten weiter laufen ließen, obwohl bekannt war, dass der als Offizier Kameraden verpfiffen hat, was denen manchmal sogar das Leben gekostet hatte.

Als Kinder haben wir jeden Abend dafür gebetet, dass ein Verwandter aus der russischen Gefangenschaft zurückkäme. Kaum war er zurück, sagte er gegen Mitgefangene aus, die sich in den Gefangenenlagern gegen die Nazis gewendet hatten, was zum Teil zum Verlust der Pension führte. Der Kontakt zu ihm wurde aber keineswegs abgebrochen, der Onkel XY sei schließlich ein ausgemachter Herr.

Was nun in Hessen passierte, dass ein NPD Mann Ortsvorsteher von Waldsiedlung werden konnte, fußt auf einer ähnlichen Denke: Der Mann kann ja nicht nur mit dem Computer umgehen, er hat auch Manieren und solange er seinen Job als Ortsvorsteher gut macht, ist es egal, was er sonst noch vorhat.

Benehmen wird scharf getrennt von politischer Orientierung. Das ist ja bei der Storch, der Wedel und dem Gauland von der AfD nicht anders, das sind doch alles anständige Leute aus gutem Hause! Mit denen kann man ruhig mal zu Abend essen, sie auf die Jagd einladen, im gleichen Tennisclub spielen oder sie bei den Rotariern reden lassen.

Es wird so getan, als könne ein Rechtsextremer, ein Nazi oder Rassist, durchaus nett sein. Man kann ihn sogar zum Ortsvorsteher wählen.

Es darf keine Toleranz gegenüber denen geben, die unseren freiheitlichen Rechtsstaat torpedieren und abschaffen wollen.

Diese ganze Waldsiedlungs-Affaire zeigt, dass es in weiten Teilen Deutschlands und bei den dort lebenden Menschen noch immer nicht angekommen ist, dass die Garantie der Menschenrechte und die demokratischen Freiheiten nicht einfach nur da sind, so selbstverständlich wie das eigene Auto, das vor der Haustür steht. Nein, sie sind eben nicht selbstverständlich, sie sind verletzlich und müssen gehegt werden.

Nur wenn wir uns Tag für Tag klarmachen, dass wir die Segnungen unserer Verfassung verinnerlichen müssen, dass der Umgang mit ihnen ein pfleglicher sein muss, erst dann besteht die Hoffnung auf deren Erhalt.

Damit aber nicht genug. Die Tatsache, dass wir in einem freiheitlichen Rechtsstaat leben macht es uns zur Aufgabe, für diesen kämpferisch einzustehen und nicht den leisesten Verdacht aufkommen zu lassen, wir könnten dessen Feinde aus gesellschaftlicher Konvenienz tolerieren oder sie gar gewähren lassen.

Der Schlaf Klaus

 

Ich habe schon davon berichtet, dass es unter den ausländischen Residenten auf Ibiza keine Nachnamen gab. Der Vorname musste ausreichen, allerdings geschmückt mit einem Beinamen. Da gab es den Sülzen Hans, der einmal groß zu einer Sülze eingeladen hatte, die ihm aber gigantisch misslang. Der Objekte Horst, er wurde von einer bayerischen Gräfin ausgehalten, verarbeitete die Korken der Weinflaschen, die er mit seiner Gönnerin leerte, zu Kunst, die er allerdings nie verkaufen konnte.

Dann gab es den Klaus von der Helga und den Friedhofs Klaus. Der wohnte neben dem Friedhof von San Agustín. Seine Freundin verblüffte mich eines Tages auf der Straße, denn sie trug meine Lederkniebundhose. Es stellte sich heraus, dass meine Frau das gute Stück am Samstag zuvor auf dem Flohmarkt im British Pub verhökert hatte. Sie fand, dass eine Kniebundlederhose mit dem Geist Ibizas nicht vereinbar sei, womit sie Recht hatte.

Eines Tages erschien ein weiterer Klaus auf der Bildfläche. Er ließ sich von Britt aushalten. Die Dame behauptete, bei Springer gearbeitet zu haben. Da ich damals gerade versuchte, die “Ibiza Wochenzeitung“ zu einem Erfolg zu machen, stellte ich sie ein. Es stellt kam bald heraus, dass sie bei Springer einen kosmetischen Ratgeber verwaltetet hatte. Schreiben konnte sie nicht, hatte aber aus einer glücklich geschiedenen Ehe genügend Mittel zur Verfügung, um sich und Klaus zu ernähren.

Nachdem ich Britt wegen manifestem Nichtskönnen entlassen musste, erschien ihr Klaus in der Redaktion und erklärte mir, ich könne teilhaben an seiner baldigen Eigenschaft als Millionär. Ich müsse nur, allerdings ohne Zahlung, in der „Ibiza Wochenzeitung“ redaktionelle werbende Artikel veröffentlichen, denn er habe das ultimative Mittel gegen Schlafstörungen erfunden, den Schlafstuhl.

Fürs Wochenende lud er alle ausländischen Residenten von den Hecken und Zäunen zu sich auf Britts Finca ein, um den Schlafstuhl auszuprobieren.

Als wir dort ankamen, begrüßte mich Britt kühl und wies auf die „era“ den Dreschplatz. Dort stand unter einem Baldachin die Erfindung, ein etwas klobiger Sessel, der mit einem Schafspelz gepolstert war. Neben dem Ding stand ein Citroën 2 CV, dessen Motor ratterte. Der Schlaf Klaus, so hieß er unterdessen, erklärte, Britts Finca habe keinen Stromanschluss, der Schlafstuhl liefe aber mit Strom, und müsse daher an die Batterie des „Döschwoh“ angeschlossen werden. Eine leicht bekleidete Freundin von Britt räkelte sich unterdessen auf dem Schlafstuhl und gab grunzende Laute des Wohlbefindens von sich, nachdem der Schlaf Klaus den Schalter umgelegt hatte und sich seine Erfindung in wiegende Bewegungen setzte.

Durch sinnreich aneinandergefügte ovale Zahnräder und verbogene Achsen erreichte der Schlaf Klaus die Mobilität seiner Erfindung. Ich kannte derlei aus meiner Jugend, als ich mit meinem Metallbaukasten Erfahrungen sammeln durfte, was passiert, wenn man gebogene Achsen und durch Drauftreten oval gewordene Zahnräder verbaut. Ich traute dem Frieden nicht und als ich das Ding einer Probe unterzog wurde ich nicht schläfrig, aber immerhin wurde mir schlecht.

Machen wir es kurz: Der Schlaf Klaus hatte mit seinem Schlafstuhl eben so wenig Erfolg wie der Objekte Horst mit seinen Objekten.

Einige Wochen später erschien er wieder in der Redaktion. Ja, die blöde Britt habe ihn rausgeworfen, und nun sei er mittellos, es sei denn, ich würde in spanischer Sprache einen Antrag an die Gemeindeverwaltung von Ibiza stellen. Er habe eine Idee, die der touristischen Entwicklung der Stadt auf die Sprünge helfen würde: Er wolle im Tor zur befestigten Oberstadt Kartoffelpuffer braten.

Der Antrag wurde abgelehnt. Als der Schlaf Klaus dennoch auf der Straße Kartoffelpuffer briet und sogar einen beachtlichen Absatz verzeichnen konnte, wurde er verhaftet. Nach zwei Tagen entließ man ihn. Im „calabozo municipal“ hatte er Läuse aufgesammelt und schimpfte wie ein Rohrspatz auf die Scheiss-Ibicencos. Danach ward er nie wieder gesehen.

Fei Obbachd

 

Autoren – Lesung

aus dem Buch

„Die Kloßköchin und der Pfarrer von Gerach“

Geschichten aus den Haßbergen und dem Maindreieck

Von

Hans von Rotenhan

 

 

 

Termine:

Samstag, 21.9.19, 17 Uhr       Marienstraße 26, Haus May

                          Königsberg /Bay

Montag 23.9.19, 15 Uhr        Brauerei-Gaststätte Hartleb

                          Maroldsweisach

Donnerstag, 26.9.19, 19 Uhr    Ebern Heimatmuseum

                          Neben dem Grauturm

Freitag, 27.9.19, 18.30 Uhr      Knetzgau, Café awoccino der AWO

                          Hainerter Straße 6

 

Spenden und Beiträge gehen zugunsten des Orgelneubaus in der Marienkirche in Königsberg.

 

 

Der Apostelfloh

Irgendwann in den 30er Jahren hatte sich mein Großvater in Thüngen vor der Sommerhitze in sein Arbeitszimmer geflüchtet.

Es wird wohl nicht nur das Wetter gewesen sein, auch die Verwandtschaft ging ihm gehörig auf die Nerven. Die kam nämlich jeden Sommer heuschreckartig über das Thüngener Schloss. Meine Mutter sagte noch kurz vor ihrem Tod, das schönste in ihrem Leben sei der Thüngener Sommerbetrieb gewesen. Zwischen zwanzig und dreißig Vettern und Cousinen, das war für die Jungmannschaft natürlich wunderbar, für meine Großeltern war es wohl ein jährlich widerkehrender Albtraum.

Nun, Großvater, wir nannten in Groga, hatte sich in seinem Arbeitszimmer versteckt, als sich die Tür auftat und zu seinem namenlosen Ärger einer seiner Schwäger erschien. Dieser war Direktor des CVJM, war entsprechend fromm und hatte deshalb den Spitznamen Apostelfloh.

Es war mit dem Kerl aber auch nicht auszuhalten! Von Landwirtschaft verstand er nichts und auf die Jagd ging er auch nicht. Über was konnte man ihm denn um Himmels willen reden?

Nach fruchtlosen Gesprächsversuchen seitens des Apostelflohs schwiegen sich die beiden Herren an, als sich die Tür auftat und Bertha das Arbeitszimmer betrat. Sie war Grogas Schwester. Ihr Zeigefinger soll länger gewesen sein als ihr Mittelfinger, was darauf zurückgeführt wurde, dass sie damit immer herumfuchtelte, und bestimmte, wo`s langging.

Sie war verheiratet mit einem Prälaten der württembergischen Landeskirche, und man hätte denken können, wenigstens sie habe sich mit dem Apostelfloh etwas zu sagen.

Dem war aber nicht so, denn sie hatte ein Buch gefunden, aus dem sie ihrem Bruder unbedingt vorlesen wollte. Der ahnte nichts Gutes und griff zur Main Post.

Es handelte sich um ein Buch, in dem Stilblüten, unfreiwilliger Humor aber auch Poesie von Ludwig II (Kühl und labend war der Abend, Abendbrot gegessen habend) der Nachwelt überliefert wurden.

Meist waren es leicht schlüpfrige Geschichten, es soll aber auch starker Tobak darunter gewesen sein, der, beim Erzählen der Geschichte natürlich nicht wiederholt wurde.

Jedenfalls war das Vorgelesene so erstaunlich, dass Groga die Main Post sinken lies und ebenso wie der Apostelfloh gespannt zuhörte

Verbürgt ist lediglich dieser Brief an die Stadtverwaltung:

„Unsere Wohnung hat Schimmel und ist feucht. Jetzt ist unsere Tochter schwanger. Wer kommt nun für den Schaden auf?“

Tante Bertha merkte offenbar gar nicht, dass sie für damalige Zeiten geradezu Unerhörtes vorlas und freute sich am aufflammenden Interesse der beiden Zuhörer.

Als sie endete stöhne der Apostelfloh auf und sagte:

„Während meiner zwölf Jahre als Kürassier in Pasewalk habe ich nicht solchen Unflat gehört, wie heute Nachmittag von der Frau Prälatin.

 

Homophobie tut höllisch weh!

Unter diesem Titel veröffentlichte anlässlich des Christopher Street Days die taz einen Bericht, in dem eine Frau erzählt, wie sie mit Partnerin und ihrer beider Kind von einem Mann angepöbelt und geschlagen wurde.

Da ich Francisca, die Autorin, kenne, habe ich sie um ein Gespräch gebeten. Die erste und obligatorische Frage war natürlich, wie die Tochter, die nunmehr 5jährige Emma, damit lebt, dass ihre Eltern auf offener Straße von einem wildfremden Mann verprügelt wurden. Glücklicherweise ist sie nicht traumatisiert, die Kita Betreuerinnen und die Eltern haben keine Verhaltensveränderung an ihr feststellen können.

Wie aber haben die beiden Frauen nach diesem Übergriff gelebt?

Psychiatrische Behandlung? „Können wir uns nicht leisten“.

Habt ihr mit Eltern oder der Familie darüber gesprochen? „Daran hat uns die Scham gehindert“.

Es hat gedauert, bis ich verstand, was Francisca damit meint: Es ist dieselbe Scham, die missbrauchte Kinder oder vergewaltigte Frauen daran hindert, das Geschehene mit Dritten zu teilen. Das Opfer schämt sich. Das kann wahrscheinlich nur verstehen, wer selbst ein derart traumatisches Erlebnis hat erfahren müssen.

Ohne jegliche Hilfe von außen haben die beiden Frauen versuchen müssen und wollen, mit dem fertig zu werden, was da passiert ist. Das mag ein Rezept sein, dennoch belastet derlei jegliche Beziehung. Wut, Hilflosigkeit, Scham, man könnte schreien, um sich hauen, aber es geht nicht, das Kind und die Partnerin können ja nichts dafür.

Nach dem Angriff war der Täter ziemlich hurtig verschwunden. Etwa ein Dutzend Tatzeugen unternahmen buchstäblich nichts. Immerhin, die Polizei kam sehr schnell, handelte präzise, einfühlsam und professionell, allerdings auch wieder nicht professionell genug, denn es wurde das Offensichtliche nicht ins Protokoll aufgenommen: Der Angriff auf ein lesbisches Paar. Deshalb ging die Sache auch den üblichen Amtsweg und vorbei an den staatsanwaltlichen Stellen, die sich mit derlei Kriminalität gegen Minderheiten befassen.

Ich fragte Francisca, wie man es sich erklären könne, dass ein Mann, der ein weibliches Paar plus Kind sieht, auf offener Straße Geschlechtsverkehr anbieten könne. (You wanna fuck?) Ich erfuhr, dass sieben von zehn Männern das Signal „wir sind lesbisch“ verstehen, etwa zwei davon glauben dadurch eine Lizenz zum Grabschen zu bekommen und immerhin einer, nach ihrer Schätzung immerhin 10% der Männer, geilt die Vorstellung auf, mit einer oder mehreren lesbischen Frauen einvernehmlichen oder eben nicht einvernehmlichen Sex haben zu können.

Francisca und Anna, ihre Partnerin, sind vor einigen Jahren aus Frankreich nach Berlin gezogen, weil sie die ständigen Pöbeleien leid waren und dachten, nur in Berlin sei alles so frei, so bunt gemischt und tolerant, dass sie hier ihr Leben gestalten können, wie es ihnen behagt. Hier wurde dann die Tochter geboren und zunächst verlief die Realität konform mit den in die Stadt gesetzten Erwartungen. Seit dem Überfall im vergangenen Herbst ist nun alles anders.

Seit der Veröffentlichung in der taz, haben sich bei der Redaktion mehrere ONGs gemeldet, sogar die Staatsanwaltschaft fragte nach. Unter Wahrung der erbetenen Anonymität hat die Redaktion die Kontakte weitergeleitet.

MANEO, das schwule Anti-Gewalt Projekt in Berlin, hat gebeten, den Bericht ins Schulungsprogramm aufnehmen zu dürfen. Es gäbe fast keine Erfahrungsberichte von Übrigriffen gegen Lesben.

Wir alle denken, unsere Gesellschaft sei ja ach so liberal. Was nützt das aber, wenn es nach wie vor Menschen gibt, die ihrer Ablehnung gegen andere Lebensplanungen mit Gewalt Ausdruck verleihen? Es mögen wenige sein, für Betroffene sind es eindeutig zu viele.

Manche Lesben schützen sich dadurch, dass sie ein grelles Outfit wählen, das sie vermeintlich für Männer unattraktiv macht.

Francisca hat nichts Grelles, sie erzählt das Erlebte mit ruhiger, leiser Stimme. Sie wirkt fast verstörend gelassen. Sie lacht nicht, sie lächelt und verzaubert damit ihre Mitmenschen. Das hat sie sich bewahrt – trotz der erlebten Gewalt.

 

Ainmillerstraße 22

Das letzte Semester hatte ich in Lausanne studiert und suchte nun in München eine Bleibe.

Durch die Hilfe eines Kommilitonen, den ich aus der Zeit im Internat in Schondorf kannte, fand ich ein sehr kleines Zimmer in der Ainmillerstrasse 22, Rückgebäude. Für Pfleiderers war die Wohnung zu groß und deshalb vermieteten sie die beiden vorderen Zimmer an Studenten. Wir teilten uns mit der kleinen Familie, Flur, Wohnungstür und Gegensprechanlage.

Frau Pfleiderer hatte eine grelle Stimme und rief mehrmals am Tag die kleine Tochter Sylvia, die auf dem Hof spielte, hinauf in den dritten Stock: „Sillfiiia kimm uffi, d’Mama hat s’Essn fertig.“ Das Mädchen scherte das im Normalfall wenig, so dass die Rufe nach Sillfiia immer lauter, gellender und zorniger wurden. Dem nachbarschaftlichen Verhältnis war dies alles nicht zuträglich.

Der Kommilitone, der im größeren Zimmer wohnte, fuhr übers Wochenende immer zu seinen Eltern und überließ mir dann großzügig die Nutzung seiner Bude.

An einem Samstag hatte ich einen Freund eingeladen. Er hieß auch Hans und war der Erbe eines bedeutenden Münchner Bankhauses. Auch er war Schondorfer.

Ich hatte ihn neugierig gemacht, indem ich ihm erzählte, ich könne Käsefondue zubereiten. Wie das theoretisch geht, hatte ich im Kanton Vaud gelernt, wo uns der eine Professor zu ausgedehnten Abendessen lud, der andere deutsch-juristische Skitage organisierte, was beides nicht ohne „fondue de fromage“ abging.

Wie gesagt, ich wusste, wie das in der Theorie ging, hatte aber weder Rechaud noch Caquelon.

Nach langem Grübeln kam ich auf die Idee, das Fondue im Tauchsiedertopf zuzubereiten.

Zunächst brachten wir den Weißwein zum Kochen und fügten dann ganz langsam geriebenen Emmentaler, Gruyère und Appenzeller (je ein Drittel) hinzu.

Es war köstlich, wir tunkten das Brot in die Masse und wenn diese zu steif geworden war, steckten wir den Tauchsieder so lange in die Steckdose, bis das Zeug wieder blubberte. Dabei besprachen wir die Probleme dieser Welt und je mehr wir die Flaschen Kalterer See aus dem Tengelmann leerten, desto mehr waren wir uns darüber bewusst, dass wir diese Probleme auch lösten.

Irgendwann bemerkten wir, dass der Tauchsieder wohl nicht mehr zu retten sei, Gleiches galt für den Topf, an dessen verkalkten Wänden sich der Käse festgesetzt hatte. Wir trösteten uns damit, dass ein Tauchsieder nicht viel kosten könne. Hans fand nun, dass der Heimweg doch ziemlich beschwerlich sei und schlief auf dem Bett im Zimmer des Mitbewohners ein.

Am Sonntagmorgen klingelte es an der Tür. Da ich wusste, dass es mir nicht gelten konnte, blieb ich im Bett, hörte aber, wie die Tür des Nebenzimmers aufging, und Hans in die Gegensprechanlage rief: „Schleichts eich, Saubande, bleede, ich brauch mei Ruah.“

Als ich gegen Mittag aufstand, umkreiste mich ein neunschwänziger Kater, Hans war bereits gegangen, aber Frau Pfleiderer erwartete mich erbost. Es war nämlich der Tag von Sillfiiias Erstkommunion, und diese sollte dazu genutzt werden, die zerstrittene Familie wieder zu einen. Sie habe genau gehört, wie ich ihre Schwester durch die Gegensprechanlage beleidigt hätte, nun sei der Streit bis ans Lebensende vorprogrammiert und ich solle so schnell wie möglich meine Siebensachen packen und verschwinden.

Und wieder kamen mir meine Verbindungen aus Schondorfer Tagen zugute: Ein Klassenkamerad hatte in der Habsburgerstraße 12 eine riesige Wohnung gemietet.

Dort hing seine bedeutende Kunstsammlung an den Wänden, und weil er selten da war, war es ihm ganz Recht, dass ich dort einzog. Ich glaube, im Versicherungsvertrag stand, dass die Wohnung, in der die Kunst hing, bewohnt sein müsse.

Und so habe ich die nächsten vier Jahre in Begleitung der Herren Richter, Baselitz und Warhol zugebracht. Noch heute assoziiere ich öffentliches Recht mit Marylin Monroe, das büffelte ich im Wohnzimmer, Strafrecht war im Esszimmer dran, Mao schaute zu, und dann hing da noch die Serie „Flowers“. Naja, ich lernte ja nicht überall Jus.

Taxi

Als Student fuhr ich in München Taxi. Ich glaube, auf die Taxlerprüfung habe ich mehr gebüffelt als auf das Staatsexamen. Ich musste alle Straßen der Stadt kennen. Wie man von der Schwere-Reiter-Straße zur Willibaldstraße in Laim kommt, das musste im Schlaf runtergebetet werden.

Als ich dann tatsächlich in einem wirklichen Taxi saß, stellte sich heraus, dass ich mit dem Taxifunk vollkommen überfordert war. Das lag daran, dass ich kein bayrisch konnte und ahnte, dass ich mit fränkisch nicht weit kommen würde. Hinzu kamen Münchner Eigenheiten. Dort steht am Straßenrand kein Anhalter sondern ein Aufhalter, denn der Anhalter ist ein Platz in Milbersthofen.

Wenn ich zunächst nur altväterlicher Spott meiner Kollegen ertragen musste, die mich „preissischen Studentenburschi“ nannten, so kam es zum Funkeklat, als ich eines Nachts schüchtern anfragte, ob mir einer der Kollegen helfen könne, mein Fahrgast wolle ins Puff gefahren werden, ich wüsste aber nicht, wo derlei zu finden sei.

Schließlich musste die Zentrale eingreifen: „Kollegen, geht’s auf Kanal drei, d Oper is aus, die feine Herrschafdn woiln a sowas a neda hörn.“

Mir wurde dann auf Kanal drei, dem internen Austauschkanal unter Taxlern Aufklärung zuteil, allerdings mit dem guten Rat garniert, gleich mitzugehen, „nacher vergisst nimma, wo’s Puff ist, nedwohr.“

Ich hab’s auch so nicht vergessen, bin dann aber später dennoch ins Puff gegangen. Wenn man am in Schwabing am Kurfürstenplatz am Taxistand wartete, kam es öfter vor, dass man gebeten wurde, Essen ins Bordell in der Hohenzollernstraße zu bringen. Das war ein lukrativer Auftrag, denn zunächst gings ins Restaurant „Fiaker“ in der Belgradstraße, wo ein Henkelmann übergeben wurde und dann weiter in die Hohenzollernstraße. Während der Wartezeiten tickte die Uhr. Beim Puff angekommen, war man treppauf durch den Henkelmann als Dienstleister erkennbar, aber beim Rückweg zum Taxi machten einem die im Treppenhaus stehenden Damen Vorschläge, die mich Unschuldslamm bis hinter die Ohren erröten ließen. Die holde Weiblichkeit hatte ihre helle Freude.

Vor dem Bayerischen Hof zu warten, hatte den Vorteil, die Prominenz kennenzulernen. Einmal fuhr ich Tina Turner und ein andermal erzählte ich der Frau von Peter Alexander so herzergreifend vom harten Studentenleben, dass sie 20 Mark Trinkgeld springen ließ.

Vor dem Vier Jahreszeiten prüfte der Portier meine Englischkenntnisse, eine amerikanische Familie wollte Neuschwanstein sehen. Leider wurde nichts daraus, beim Einsteigen war die pubertierende Tochter so muffig, dass der Vater einen Wutanfall bekam und die Reise strich.

Unterdessen bin ich wieder Taxifahrer geworden.

„Bring mich doch bitte zum Flughafen Tegel“.

„Wir kommen um 13,40 in Schönefeld an, holst du uns ab, liebster Paputschi aller Zeiten?“

„Komm eine halbe Stunde später zum Hauptbahnhof, der ICE hat Verspätung.“

Gestern war es wieder einmal so weit, ich fuhr mit meiner Frau zum Hauptbahnhof, um Tochter und Enkelin abzuholen. Meiner Rolle als Taxler bewusst, ließ ich den ganzen Arm aus dem Fenster hängen. Das ist eine Armstellung, die nur Taxifahrer können und dürfen.

Was sagte da ungefragt meine holde Angetraute?

„Nimm den Arm rein, du siehst ja aus wie ein ordinärer Taxifahrer!“

Bei Babs da ist was los!

Nach glücklicher Scheidung kam Babs nach San Antonio auf Ibiza. Sie hatte dort ein kleines Häuschen und langweilte sich bald. Als lebensfrohe Rheinländerin lag der Gedanke nahe, eine Kneipe auf zu machen.

Was heute ein Kinderspiel ist, war damals schier unmöglich, der Generalissimo lebte noch und Recht und Ordnung wurden nach Gutdünken geregelt. Da genügte es eben nicht, einen Antrag zu stellen, da war voller Körpereinsatz gefragt. Das merkte Babs schnell und da sie nicht unansehnlich war, gelang es ihr in, wie man munkelte, verdächtig kurzer Zeit alle Papiere beieinander zu haben. Der hübsche Sekretär des hässlichen Bürgermeisters soll entscheide beigetragen haben.

Die Bar „Bei Babs“ wurde zum Treffpunkt aller in San Antonio lebenden Deutschsprachler. Als ich dort im Jahr 1978 aufkreuzte, kostete das 0,3 l Glas San Miguel für Residenten 20 PTAS, für Touristen 25.

Ab und zu kam ein Spanier in die Kneipe, der schon erwähnte Gemeindesekretär, manchmal der an einen Stierkämpfer gemahnende Chef der Guardia Civil und öfter auch der Chef der Bierniederlassung. Das waren allesamt wichtige Personen, die sich Babs auf ihre Weise gefügig machte. Besonders im Hochsommer war es nicht immer ganz leicht, genügend Bier zu bekommen, es musste ja zur Gänze mit dem Schiff herantransportiert werden.

Babs konnte kein spanisch. Wenn einer ihres iberischen Triumvirats kam, dann hörte sie sich lange deren Wortschwall an, lehnte sodann den Unterarm auf den Schanktisch, beugte sich vor, so dass der Gesprächspartner auch visuell auf seine Kosten kam und sagte: „Yo pensar, tu tener razón,“ also „ich denken, du Recht haben.“ Nachdem Babs noch klargemacht hatte, dass sie die Bar heute um Mitternacht schließen werde, zog der wichtige Mann zufrieden und erwartungsfroh ab.

Eines Tages erschien Günther auf der Bildfläche. Er kam aus dem Nichts, hatte nichts und konnte nichts. Er sah aus wie ein im Abstieg begriffener Vorstadtgigolo. Es war deutlich, dass er gekommen war, um in Deutschland über was auch immer Gras wachsen zu lassen.

Bald schon keimte in ihm der Gedanke auf, der Liebhaber einer Kneipenbesitzerin zu werden, wo sich alle Deutschen trafen, könne nur von Vorteil sein. Er verbrachte nun seine Abende im „Bei Babs“ und erzählte der Wirtin von seinen vergangenen Heldentaten und auch davon, wie ungerecht das Leben ihn jüngst behandelt habe, mit der Folge, dass er mittellos sei, aber voller Tatendrang, neu anzufangen.

Mag sein, dass es Babs danach war, sich mit einem ihrer Liebhaber auch verbal austauschen zu können, jedenfalls stieg Günther zum ständigen Begleiter der Wirtin auf. „Hauptbeschäler“, sagte Rolf, der einen Reitstall betrieb.

Das Triumvirat grollte. Da die drei kein deutsch und Günther kein spanisch sprachen, blieb es bei nonverbalen Bekundungen der gegenseitigen Geringschätzung.

Eines Abends kam es zum show down, der eine boxte den anderen vor die Brust, woraufhin der andere, das Bierglas am Tresen zerschlug und auf den Kontrahenten losging. Die Wirtin schrie grell auf und nach kurzem Gemenge lag Günther am Boden und in seinem Blute. Ich erbot mich, ihn nach Ibiza ins Krankenhaus zu fahren und Günther verließ erhobenen Hauptes das Feld, er fühlte sich als moralischer Sieger.

Im Auto fiel diese Pose rasch von ihm ab. Er wurde kleinlaut und erklärte mir, er habe schreckliche Angst vor der zu erwartenden Spritze und ich solle mich nicht wundern, wenn er schreien, ja weinen werde.

Genau so kam es dann auch, ich wurde dessen Zeuge. Als Übersetzer musste ich mit ins Behandlungszimmer.

Ich habe Babs davon nichts erzählt, dennoch waren seine Nächte in ihrem Bett gezählt. Das war auch vernünftig, denn das rotierende Triumvirat, sorgte für Biernachschub, Sicherheit und ein zugedrücktes Auge von wegen der Sperrstunde.